Ratgeber · Überblick
Was ist ein digitales Gedenken: Bedeutung, Funktionsweise und Nutzen
8 Min. Lesezeit
Ein digitales Gedenken ist eine Webseite, die einem verstorbenen Menschen gewidmet ist und an einem einzigen Ort dessen Biografie, Fotografien, Videos, ein Zitat sowie die Widmungen von Angehörigen und Freunden zusammenführt. Sie öffnet sich auf dem Smartphone, indem man einen QR-Code scannt oder das Telefon an eine Tafel mit NFC-Technologie hält, die auf dem Grabstein angebracht oder zu Hause aufbewahrt wird. Im Unterschied zu einem Foto auf dem Stein kann ein digitales Gedenken mit der Zeit wachsen: Es wird über die Jahre durch die Beiträge jener bereichert, die den Menschen gekannt haben.
Was es konkret ist
Das digitale Gedenken verbindet zwei Elemente: einen beständigen physischen Gegenstand, eine Tafel, ein Medaillon oder eine Karte, und eine Online-Seite, die eindeutig mit diesem Gegenstand verknüpft ist. Der Gegenstand bleibt am Ort des Erinnerns; die Seite lebt im Internet und ist für alle erreichbar, die die Berechtigung haben, sie zu sehen.
Es ist eine Möglichkeit, die Grenzen des in den Stein gravierten Raums zu überwinden. Auf einem Grabstein finden ein Name, zwei Daten und wenige Worte Platz. In einem digitalen Gedenken findet ein ganzes Leben Platz: die Erzählung, die Bilder, die Stimmen, die Gesten der Nähe jener, die zurückgeblieben sind.
Wie ein digitales Gedenken funktioniert
Die Funktionsweise lässt sich auf eine einzige Geste reduzieren: das Telefon nähern. Jede Aevi-Tafel enthält sowohl einen QR-Code als auch einen NFC-Chip. Wer den Code mit der Kamera scannt oder das Smartphone an die Tafel hält, öffnet sofort die Gedenkseite, ohne etwas herunterladen zu müssen.
- Die Seite wird online und kostenlos erstellt, indem man ein Konto registriert und die wesentlichen Angaben einträgt.
- Sie wird in Ruhe bereichert, von jedem beliebigen Gerät aus, mit Fotos, Videos, Biografie und Zitaten.
- Die Tafel, die per Post eintrifft, wird mit einem einzigen Scan mit dem Gedenken verknüpft und am gewählten Ort angebracht.
Von diesem Moment an ist das Gedenken für immer zugänglich: für jene, die in der Nähe leben, und für jene, die am anderen Ende der Welt sind.
Was sich in einem Gedenken festhalten lässt
Ein digitales Gedenken von Aevi kann die Biografie, eine Galerie mit Fotos und Videos, ein Zitat, Angaben zur Familie sowie das Gästebuch zusammenführen, in dem Besucherinnen und Besucher einen Gedanken hinterlassen oder eine virtuelle Kerze entzünden.
Hinzufügen lassen sich auch die Geolokalisierung des Begräbnisortes, um jene zu begleiten, die einen Besuch machen möchten, sowie Benachrichtigungen zu Jahrestagen, damit kein Datum verloren geht. Alles bleibt geordnet auf einer einzigen Seite, schlicht und leicht zu lesen.
Wozu es dient und für wen es gedacht ist
Es dient dazu, eine Erinnerung zu bewahren, die sich sonst zerstreuen würde: die Fotografien, verschlossen in einer Schublade, die mündlich erzählten Geschichten, die Einzelheiten, die nur die Familie kennt. Es ist gedacht für jene, die einen geliebten Menschen verloren haben und dessen Andenken bewahren möchten, für Familien, die sich ein Archiv wünschen, das über Generationen hinweg Bestand hat, und für jene, die weit entfernt leben und dennoch nahe sein möchten.
Es gibt auch jene, die im Voraus wählen, wie sie in Erinnerung bleiben möchten, und ihr eigenes Gedenken vorbereiten, solange sie es mit ihren eigenen Worten tun können.
Warum es zählt, wo die Daten aufbewahrt werden
Ein Gedenken ist dafür gemacht, zu bleiben: Es ist sinnvoll, es einem ebenso verlässlichen Hüter anzuvertrauen. Aevi bewahrt Fotos, Videos und Erinnerungen auf Servern in der Schweiz auf, unter Wahrung des revidierten Datenschutzgesetzes (revDSG). Die Erinnerungen gehören der Familie, sie werden nicht zur Handelsware.
Hinzu kommen die Unterstützung in der eigenen Sprache, Italienisch, Deutsch, Französisch und Englisch, sowie lokale Zahlungsmethoden wie TWINT. Das ist der Unterschied zwischen einem Dienst, der für die Schweiz gedacht ist, und einer beliebigen Plattform.
QR-Code oder NFC?
Beide Technologien führen zum selben Gedenken. Der QR-Code wird mit der Kamera gescannt; NFC wird aktiviert, indem man das Telefon nähert. Beide auf derselben Tafel zu haben bedeutet, dass sich das Andenken in jedem Fall öffnet, mit jedem beliebigen Smartphone. Die praktischen Unterschiede haben wir in einem eigenen Ratgeber vertieft.
Häufige Fragen
- Wie lange besteht ein digitales Gedenken?
- Das Gedenken bleibt mit der Zeit online. Bei Aevi ist das erste Jahr des Dienstes im Preis der Tafel inbegriffen; danach ist eine symbolische jährliche Gebühr für die Aufbewahrung des Gedenkens vorgesehen.
- Braucht es eine Verbindung oder eine App, um es zu öffnen?
- Es braucht nur ein Smartphone mit Internetverbindung. Es muss keine App heruntergeladen werden: Das Gedenken öffnet sich im Browser, indem man den QR-Code scannt oder das Telefon an den NFC-Chip der Tafel hält.
- Wer kann das Gedenken sehen?
- Das entscheidet, wer es verwaltet. Das Gedenken kann öffentlich sein (für alle sichtbar), nicht gelistet (nur über Link oder QR-Code zugänglich) oder privat (nur für berechtigte Personen sichtbar).
- Lässt es sich nach der Erstellung noch ändern?
- Ja. Sie können jederzeit und von jedem Gerät aus Fotos und Videos hinzufügen, die Biografie aktualisieren und die Widmungen verwalten.
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